Geboren in Hamburg. Künstlerisch tätig war ich seit frühester Jugend, doch nach dem Schulbesuch wurde entschieden, einem „richtigen Broterwerb“ nachzugehen. Gemalt habe ich jedoch trotzdem. Autodidaktisch befasste ich mich mit den verschiedensten Maltechniken, erarbeitete im Selbststudium neue Arbeitsfelder. Prägend wurde ein zweijähriger Aufenthalt in Südafrika. Die ursprüngliche Schönheit der Natur, Erfahrungen von Freiheit und Weite eröffneten neue ästhetische Perspektiven.
Trotzdem ist 1990 zunächst einmal Schluss mit der Malerei. Ich war auf der Suche nach einer neuen Ausdrucksform. Dann der Neubeginn, die lang ruhende kreative Kraft scheint förmlich zu explodieren: Weg von figürlichen Darstellungen, hin zu abstrakten, monochromen, kraftvollen Gemälden, die ich Farbobjekte, Strukturmalerei und architekturbezogene Projekte nenne, um Assoziationen mit der klassischen Malerei zu vermeiden. Ich male nicht, ich forme Bilder zu Objekten, die im Begriff sind, die Zweidimensionalität zu verlassen. Oberflächen werden mit rhythmischen Motiven in Spachteltechnik gearbeitet, gestoßene und zerriebene Gesteinspartikel aufgebracht oder Fundstücke aus der Natur verarbeitet. Immer wirken die aus der freien Hand aufgebrachten Strukturen weich und organisch. Je nach Dicke des Farbauftrags und des jeweiligen Lichteinfalls variiert die Ansicht – ein Spiel mit Licht und Schatten. So erhalten die Wandobjekte und Skulpturen ihr Eigenleben.
Ausschnitte aus der Natur, die unter dem künstlerischen Mikroskop gleichsam vergrößert und bearbeitet werden. In Kombination mit Acrylglas, Blei- oder rostenden Eisenplatten entstehen Werke von ästhetischer Wirkung. Die angestrebte Lösung von einer Trägerfläche setze ich in neueren Arbeiten fort: Kompositionen von Würfeln in teils kräftigen Farben und von unterschiedlicher Oberflächenstruktur bilden eine neuartige Farbskulptur.
Kunst muss immer neu gestaltet werden. So ergeben sich künstlerische Wandlungen. Sie sind Dokumente für die Wandlungen des Menschen. (Wertsetzung, Denken und Bewusstsein).