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Alles kommt aus mir selbst. Die Natur ist mein Vorbild.

Zwei Aussagen. Sie bringen mein Leben und meine Kunst auf einen Nenner. Beides ist untrennbar verbunden. Geboren in Hamburg, ist mir die kreative Veranlagung väterlicherseits in die Wiege gelegt. Kunst kommt bei mir aus dem Bauch. Kunst ist ein Gefühl, ein Impuls, ein Ideal, das in Gedanken fließt. Ein Bauchgefühl, anfangs mit Bauchschmerzen gepaart. Die Formen der Natur sind genial. Ich empfinde sie nach und transformiere sie in Bildobjekte, Skulpturen und Rauminstallationen.

Eine Idee wächst in mir. Im Anschluss bringt der kreative Fluss sie ins entsprechende Material. Ich habe Respekt vor dem Material. Kunst schaffen fordert Präzision und Perfektion. Raum und Zeit lassen der Idee den Vortritt. Hartnäckig verteidige ich diesen in mir wohnenden Zugang zur Kunst – in der Jugend (wegen der größeren Widerstände) noch mehr als jetzt.

Heute ist mir dieser Wesenszug selbstverständlich geworden. Die Eindrücke aus der Kindheit; der Norden; Erfahrungen, die das Leben schrieb; Schule-Ausbildung-Beruf; Afrika; der Niederrhein; Menschen, die mich umgeben; Kinder und Kindeskinder; mein Mann; unser Haus – all das gerät unter meinen Händen in einer Melange aus Farben und Formen zu Kunst.

Die Narben der Erinnerung mischen sich dazu, Rundes wird eckig, und umgekehrt. Diese Erkenntnis, über Jahrzehnte gereift, ruht ehrfürchtig in mir. Meine „Quadratur des Kreises“? Vielleicht. Die Natur ist wie eine Fuge. Ich bringe diese Fuge in meine Form. Rechts von der Gleichung steht – Kunst.